Visionssuche

Visionssuche und Initiationsritual

Visionssuche – auch VisionQuest genannt – ist ein uraltes, kulturübergreifendes Ritual, für das sich seit jeher Menschen in die Natur zurückziehen.

Das Ritual dient in verschiedenen Lebenssituationen zur Sinnfindung, um Klarheit in wesentlichen Lebensfragen zu finden, Heilung und Wandlung zu erfahren oder um einen Lebensübergang bewusst zu gestalten.

Beim Übergang von der Adoleszenz zum vollen Mitgliedstatus in einer Gemeinschaft wird es als Initiationsritual bezeichnet und durchgeführt.


Die Übergangssituation
vom Jugendlichen zum Erwachsenen

Mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter stellen sich dem jungen Mann

bzw. der jungen Frau die zentralen Fragen:

» Wer bin ich, wenn ich kein Kind bzw. Jugendlicher mehr bin?

» Welche Vision, welches Ziel, welche Lebensaufgabe habe ich?

» Für welche Werte trete ich ein?

» Was sind meine Stärken? Was sind meine Schwächen?

» Wie kann ich meine Anliegen kommunizieren und in die Tat umsetzen?

» Wie ist meine Wirkung auf andere Menschen?

» Was heißt es, ein erwachsener Mann/eine erwachsene Frau zu sein?

» Welche Rechte und Pflichten habe ich in der Gemeinschaft?

Gleichzeitig gilt es, Abschied von der Kindheit zu nehmen. Dazu gehört, sich als Kind von den Eltern zu verabschieden und sie zu würdigen.

Initiationsprojekte
Roots & Wings für junge Frauen
Into the Wild für junge Männer

Das Anliegen unserer beiden Initiationsprojekte ist es, junge Menschen beim Eintritt in ihr Erwachsensein zu begleiten und ihnen durch dieses Übergangsritual zu ermöglichen, ihre eigene innere Kraft und Ausrichtung, ihre eigenen Ziele und Aufgaben zu erkennen und in Angriff zu nehmen.

Projektleitung und Mentor:innen

Das Wesentliche über das Mannsein lernt der junge Mann von Männern!

Das Wesentliche über das Frausein lernt die junge Frau von Frauen!

Wir bieten in unseren geschlechtsspezifisch getrennt durchgeführten Projekten den jungen Menschen Gelegenheit, erwachsene Männer bzw. erwachsene Frauen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt kennen zu lernen. Dies kann zur ‚energetischen Tankstelle’ für sie werden.

Projektleitung Roots & WingsProjektleitung Into the wild
Marlene Graf-Bornhütter Jg. 1952, Dipl.Sonderpädagogin. Psychotherapeutin HP. Praxis für Körper- und Energiearbeit seit 25 Jahren.
Frauen-, Natur- und Ritualarbeit seit 1989.

Visionssuche bei Haiko Nitschke, Verena Nitschke, Susann Belz/CH
Alwin Graf Jg. 1951,
Dipl. Psych., Dipl. Päd.,
approbierter psychologischer Psychotherapeut. 2. Dan Aikido. Praxis für Körper- und Energiearbeit seit über 30 Jahren.
Männerarbeit und -gruppen seit 1989.
Visionssuche bei Reinhold H. Schäfer und Redtail Hawk

jeweils mit einem Team von weiteren lebens- und projekterfahrenen Männern bzw. Frauen (Mentor:innen) aus unterschiedlichen Berufen…und der ‚Mutter’ Natur als große Lehrmeisterin!

Alle Begleiter:innen sind selbst durch diese Herausforderungen gegangen und haben die inspirierende, Leben spendende und erneuernde Kraft der Naturerfahrung und Arbeit mit Ritualen erlebt. Jede:r Mentor:in hat Visionssuche-Erfahrung und das Herzensanliegen, junge Menschen zu begleiten, die Loslösung von Kindheit und Jugend kraft- und würdevoll zu vollziehen und so die ganz eigene Vision und Lebensausrichtung zu finden.

Unsere Arbeitsschritte
  1. Vorbereitungswochenende
  • Begegnung mit den Mentor:innen
  • Übungen in der Natur
  • Einzelcoaching und Gruppenarbeit
  1. 12-tägige Visionssuche
  • Intensive Vorbereitungszeit im Basislager: Rückschau auf Kindheit, Einweisung in Fasten und Sicherheitssystem, Ausrichtung klären, Kraftplatz finden
  • Rückzug in die „Wildnis“: drei Tage und drei Nächte alleine fastend in der Natur; mit ausreichend Wasser und mit dem Notwendigsten ausgestattet, das persönliches Wohlbefinden und Sicherheit bei jedem Wetter gewährleistet
  • Integrationsarbeit im Basislager: Teilen, bezeugen und spiegeln der Geschichten, Nachbereitung und Verarbeitung des Erlebten, Vorbereitung der Rückkehr in den Alltag
  1. Nachbereitungswochenende
  • Individuelles Coaching und weitere Integrationsarbeit
  • Begegnung mit den Eltern
  1. Über den Zeitraum eines Jahres werden die jungen Menschen von ihre:n Mentor:innen bei Bedarf weiter bei ihrer Integration unterstützt.

Haben sich die jungen Menschen dem Initiationsritual gestellt, sind die eigene Haltung und Ausrichtung – der Lebenssinn – jetzt gegründet auf eigenen Erfahrungen, bestandenen Prüfungen sowie dem Willkommen und der Zustimmung von jenen Älteren, die vorangegangen und Zeugen ihrer Prozesse geworden sind.